Jahresrückblick und Neujahrsvorsätze

Wie zu jedem Jahreswechsel üblich gibt es Rückblicke, die die Highlights noch einmal hervorheben oder Revue passieren lassen. Für mich ist es Zeit einmal kurz innenzuhalten und zu reflektieren.

Das Jahr war mehr oder weniger „turbulent“. Ich hatte mir viel vorgenommen und viel erlebt. Auch wenn ich nicht alle meine Ziele erreicht habe oder die Entwicklungen einen anderen Lauf genommen haben als erwartet.

Life is like a box of chocolates – you never know what you’re gonna get. (Forest Gump)

Die wohl gravierendste Entscheidung war meinen Job zu kündigen. Bis ich letztendlich die Unterschrift unter die Kündigung gesetzt haben, hat es auch eine Zeit gedauert. Aber letztendlich habe ich es durchgezogen – und das war auch gut so! Eine Kündigung hat die nächste zur Folge. Auflösung des Mietvertrags und der Auszug und damit der erneute Einzug bei den Eltern. Zum Glück nur ein paar Tage… Zeitgleich viel Organisation und Vorbereitungen. Behördengänge und Telefonate, Briefe und Stellungnahmen, Vollmachten etc. Abschiedstour um sich von Freunden zu verabschieden.  Ich habe teilweise oder werde noch hier im Blog (Blog, auch eine meiner Errungenschaften in 2016) darüber berichten. Obwohl es auf den ersten Blick nicht als so wild erscheint, es war wohl eines der anstrengendsten Phasen. Parallel zur Organisation habe ich mich in die Welt des Social Media und Marketings eingearbeitet. Neben dem Aufbau des PuraVidaExpedition-Blogs in WordPress habe ich noch eine Facebook-Page, Instagram und Twitter aufgebaut. Das alles noch miteinander verknüpft und entsprechende Mechanismen eingebaut, damit ich nicht selbst jeden Post machen muss. Dazu habe ich mich in die HTML- und CSS-Programmierung eingearbeitet und einen Online Marketingkurs „besucht“ und vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen. Inkl. Zertifikat! 😀 Aber die erworbenen Skills sind eher für meine persönliche professionelle Homepage von Vorteil und dienen dem Selbstmarketing, um auf mich und meine Fähigkeiten für neue Jobs aufmerksam zu machen. Das Alles ist noch immer nicht perfekt und befindet sich noch in der Wachstums- und Gestaltungsphase.

Wenn man dann einmal denkt alles organisiert zu haben – man ist nie fertig – kann es eigentlich los gehen ins Ausland. Aber so wird es wohl den meisten gehen, kaum ist man weg, flattern doch noch ein paar wichtige Dokumente mit der Bitte um Unterschrift ins Haus… Aber mit einer Enfernung von 12.000 km hatte ich auch andere wichtigere Dinge zu tun. Erst einmal begann für mich die Suche nach einer längerfristigen Unterkunft in Santiago. Anschließend, wie geplant eine Sprachschule finden und die Zertifizierungsprüfung planen. Das alles läuft soweit ganz gut. 😀

Schwieriger als gedacht, gestaltete sich die Jobsuche. Gut, als „Tellerwäscher“ könnte ich sicher irgendwo etwas leicht finden, da ich aber, falls möglich und den Glauben daran habe ich noch nicht aufgegeben, „ingenieursnahe“ Tätigkeiten machen möchte, war die Ausbeute bisher noch nicht ganz so wie anfangs gedacht. So mal einfach unter der Hand ein kleines Projekt abwickeln – no go! Lateinamerikanische Länder sind zwar nicht ganz so strickt wie in Europa, aber in Chile geht das nicht so einfach wie man es vielleicht erwartet. Aber das ist ok! Wenn irgendwo eine Tür zugeschlagen wird, geht woanders eine auf… Da ich mit anderen Dingen wie z.B. Lernen und Sprachschule sehr ausgelastet war, hatte ich ohnehin kaum Zeit und Lust für große Jobs. Sollte ich beim Versuch oder der Durchführung einer „nicht ganz korrekten“ Arbeit entdeckt werden, droht mir der Verlust der Aufenthaltsgenehmigung. Dies hätte so Dinge wie eine sofortige „Abschiebung“ und im schlimmsten Fall lebenslängliches Einreiseverbot zur Folge. An eine zukünftige Arbeit in Chile (Stichwort Arbeitsvisum) brauche ich erst gar nicht mehr zu denken. Deshalb arbeite ich als Freelancer. Ein Gedanke, mit dem ich sowieso schon lange gespielt habe, aber aus „taktischen“ Gründen nicht gemacht habe, als ich noch in Deutschland war. Um so herausfordernder das Ganze nun aus dem Ausland in Deutschland mit dem ganzen „Behörden-Wahnsinn“ zu regeln. So habe ich mittlerweile meine eigene kleine Ich AG, die es mir auch später in anderen Ländern hoffentlich erleichtert einen Job zu machen.

Für das Jahr 2017 habe ich mir weiterhin vorgenommen die Pura Vida Expedition fortzusetzen. Außerdem werde ich den Blog wohl etwas umgestalten. Um die Internationalität als „Global Player“ 😉 etwas hervorzuheben. Nein! Aber ich habe gemerkt, dass ich häufiger Besucher aus vielen Teilen der Welt habe, die aber leider nicht wirklich die Dinge lesen können. Oder wart das etwa Ihr, indem Ihr ein paar von den Tricks angewandt habt, um z.B. die IP-Adresse zu ändern oder euer Surfverhalten zu anonymisieren???
Sei’s drum! Ich werde wohl den Blog auch in eine englische Sektion teilen. Damit kann ich gleichzeitig dafür sorgen etwas mehr im Englischen zu denken. Im Moment ist es nämlich so, dass ich eher etwas Spanglish spreche, wenn ich Englisch rede. Ich vermische in englischen Sätzen spanische Wörter. Für den Gesprächspartner kann das teilweise etwas irritierend sein. Das Spanglish ist nichts Neues für mich und hatte ich bereits bei anderen Auslandsaufenthalten. Dennoch denke ich, dass das dann immer zu Lasten der anderen, gerade nicht benötigten, Fremdsprache geht. Probleme, die nur Deutsche etwas angehen oder speziell deutsche Probleme sind, werde ich natürlich weiterhin in Deutsch erörtern. Ich habe noch so viel zu berichten, aber mir fehlt einfach die Zeit. 😦

Es wird also weiterhin unterhaltsam bleiben! Stay tuned!

Blog Logo PuraVidaExpedition

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